Biologie


Das Fach Biologie beschäftigt sich mit dem Lebendigen, also zum Beispiel mit den Pflanzen, den Tieren und dem Menschen. Dadurch dass der Mensch selbst Gegenstand des Biologieunterrichts ist, trägt dieser zur Entwicklung individuellen Selbstverständnisses und emanzipatorischen Handelns bei. Damit legen wir die Grundlage für ein gesundheitsbewusstes und umweltverträgliches Handeln sowohl in individueller als auch gesellschaftlicher Verantwortung. Für ein aktives Teilhaben fördert der Biologieunterricht die Kompetenzen Kommunizieren und Bewerten.

Die Grünanlagen im unmittelbaren Schulumfeld (u. a. begrünte Schulhöfe, die städtischen Anlagen an der großen St. Jürgentreppe, die Parkanlage am Bremer Platz) sind so beschaffen, dass sie zu jeder Jahreszeit für den Biologieunterricht genutzt werden können. Darüber hinaus nutzen wir das Naturkundemuseum der Stadt Flensburg mit seinen umfangreichen Sammlungen und Dioramen. Beispielsweise wird den Schüler*innen des E-Jahrgangs jedes Jahr eine Lehrwanderung zur Entstehung und Evolution des Lebens sowie eine Untersuchung der Fossiliensammlung im Eiszeithaus geboten.

Essentiell ist für uns auch der Grundsatz, so oft wie möglich den Kontakt mit Lebewesen zu ermöglichen.

Eigene Haustiere dürfen nach vorheriger Absprache im Unterricht vorgestellt werden (Orientierungsstufe), die 6. Klassen erhalten die Möglichkeit, sich für eine Abschlussfahrt in den Wildpark Eekholt zu entscheiden, Gliederfüßer werden im Rahmen eines landesweiten Insektenprojekts auf einer Versuchsfläche von allen Schüler*innen untersucht, Meerestiere mithilfe von einer mobilen Forschungsstation an unterschiedlichen Küstenabschnitten in der Umgebung analysiert und die Schönheit und Vielfalt der heimischen Flora anhand von selbst erstellten Herbarien „begriffen“.

"Überhaupt lernt niemand etwas durch bloßes Anhören, und wer sich in gewissen Dingen nicht selbst tätig bemüht, weiß die Sache nur oberflächlich."

Johann Wolfgang von Goethe

In Anlehnung an das o.g. Zitat wird im Biologieunterricht an der Goethe-Schule so viel wie möglich praktisch, aber vor allem auch mit allen Sinnen gearbeitet, d.h. betrachtet, untersucht, beobachtet, gesammelt, geordnet, verglichen und gemessen. In den siebten Klassen beispielsweise werden von der Schülerschaft individuell Zellmodelle gebaut, mit Legende versehen und kritisch betrachtet.

Auf den Geschmackssinn verzichten wir allerdings aus gutem Grund, wenn wir im Rahmen des Themas „Ökosystem Ostsee“ im ersten Halbjahr der Oberstufe eine Führung durch das Flensburger Klärwerk machen. ;)

Versuche und Experimente sind im naturwissenschaftlichen Unterricht als fachspezifische Arbeitsverfahren unersetzlich, um Inhalte zu erarbeiten.

Besonders deutlich wird das unter anderem bei den Genetikpraktika, die alle Abschlussklassen an der Fachhochschule Flensburg durchführen. Vor Ort wird mithilfe von PCR und Gelelektrophorese ein genetischer Fingerabdruck erstellt und so die kriminalistische Arbeit von Spurensicherungsteams nachvollzogen.

Hautnaher Kontakt zu aktueller Spitzenforschung wird im Q1-Jahrgang ermöglicht, wenn alljährlich ein Besuch des Darwintags im Audimax der Uni Kiel stattfindet. Dort präsentieren Professorinnen und Professoren ihre eigene Arbeit über Themen heutiger Evolutionsforschung.

Sezieren stellt in seiner Form des haptischen Lernens eine besondere und nachhaltige Bereicherung des Unterrichts dar und ist auch fest im schulinternen Fachcurriculum verankert. So führen Neuntklässler*innen jedes Jahr eine Schweineaugenpräparation durch, wenn sie das möchten. Sollten sie fürchten, dass dieses chirurgische Arbeiten bei Ihnen zu emotionalen Reaktionen führt, so haben sie die Möglichkeit, in der jeweiligen Stunde auf Wunsch eine dem Thema entsprechende Aufgabe außerhalb des Fachraums zu lösen.

Last not least trägt das Biologiekollegium maßgeblich zur Umsetzung des schulischen Präventionskonzepts bei, indem es die unterschiedlichen Projekte fachlich begleitet.

In Klassenstufe 7 melden wir die Schülerinnen am mehrmonatigen Nichtraucherwettbewerb „be smart don't start“ an, stellen wöchentlich Quizfragen und überprüfen, ob nicht mit Rauchen begonnen wurde. Darüber hinaus werden die körperlichen, seelischen und ökologischen Gefahren dieser Sucht unterrichtlich eingebunden.

Ebenfalls in diesem Schuljahr klären wir über die Risiken und Schäden von Alkoholkonsum auf und bereiten so den Besuch der anonymen Alkoholiker in den Klassen vor.

Die 9. Klassen dürfen sich auf einen äußerst beeindruckenden Besuch der Suchtklinik Riddorf freuen. Dieser muss aufgrund des enormen Interesses über ein Jahr im Voraus gebucht werden. Die Patienten sprechen sehr offen über alles, was die Abhängigkeit mit ihnen gemacht haben, um andere vor den gleichen Fehlern zu bewahren und sich selbst dadurch auch zu therapieren.

Im anschließenden Unterricht versuchen wir die jeweiligen Themen (z.B. Gaming Disorder) zu vertiefen, weiterführende Fragen zu beantworten.

SAC-9, konzipiert für die 9. Klasse von der Suchthilfe Flensburg, befasst sich mit den Themen Alkohol-Drogen-Medikamente, und noch so neu, dass wir es von der Biologie noch nicht unterrichtlich stützen konnten. Das soll aber so bald wie möglich geschehen.

Die Goethe-Schule hat in Haus 1 Fachräume für Biologie. Diese sind mit allen modernen Unterrichtsmedien ausgestattet (Beamer, PC, Video, DVD, Internetanschluss, Digitalkameras) sowie mit modernen Mikroskopen, Binokkularen als auch Geräten zum Experimentieren. Die Tische lassen sich für Gruppenarbeit leicht verschieben.

Vor einigen Tagen erst konnte die Modernisierung des Sammlungsraums abgeschlossen werden und wir freuen uns riesig über das Ergebnis: Sehr viele moderne, verglaste Schränke bis unter die Decke, so dass alles übersichtlich und adäquat aufbewahrt werden kann.
Die Sammlung besteht zum einen aus modernem Anschauungsmaterial (u.a. viele lebensechte Kunststoffmodelle), beinhalten zum anderen auch eine Vielzahl von Raritäten: z. B. eine reichhaltige Vogelsammlung, u.a. Haifischgebisse, einen imposanten Walwirbel, eine Krokodilhaut sowie den Panzer einer Riesenschildkröte. Diese besonderen Stücke gehören zum historischen Bestand der Sammlung.

V. Meise



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